
21. Kreisparteitag:
"Die Zukunft beginnt heute!"

Ca. 50 Mitglieder des CDU-Kreisverbandes der Hansestadt Rostock trafen sich am gestrigen Freitag in der Rostocker Stadthalle zum 21. Parteitag. Im Mittelpunkt stand das Zukunftsprogramm mit dem Titel „Rostock 2022“.
„Das ist mehr als ein Anstoß, es soll ein Beginn sein“, so Franz Laube, der die Kommission, die das Programm erarbeitete, leitete. „Das Programm hätte 80 Seiten haben können, doch es war die Kunst, alle wichtigen Themen, auf drei Seiten zu begrenzen“, erklärt der ehemalige Fraktionsvorsitzende. Das Programm erstreckt sich dabei auf die Bereiche Wirtschaft und Infrastruktur, Jugend und Soziales, Schule, Kultur, Sport, Generationengerechtigkeit, Kommunalpolitik, Ordnung und Sicherheit, Finanzen sowie Umwelt.
Einen kurzen Abriss gab der Kreisvorsitzende Dr. Jörn-Christoph Jansen: „Wir haben die Wirtschaftspolitik bewusst an den Anfang des Programms gestellt, weil wir merken, dass die Wirtschaftspolitik in der Hansestadt von keiner anderen Partei mehr in den Mittelpunkt gestellt wird. Hier liegt, wenn wir an die Infrastrukturprojekte Mittelmole, Neptunwerft oder Stadthafen denken, unser Zukunftspotential. Gleiches gilt für den Flughafen Rostock-Laage, der eine enorme wirtschaftspolitische Bedeutung für ganz Mecklenburg-Vorpommern hat, was leider nicht von jeder Partei erkannt wird. Natürlich ist die CDU als Partei christlicher Werte auch den Schwachen der Gesellschaft verpflichtet, sodass wir die Punkte Jugend und Soziales wie Familie im Programm nicht außeracht lassen. Hierher gehört die Stärkung der Stadtteil- und Begegnungszentren. Gleichsam betonen wir aber auch, dass der Erziehungsauftrag nicht in den Schulen sondern in den Familien liegt. Besonders liegt uns die Generationsgerechtigkeit am Herzen, deshalb fordern wir eine Programmatik „Rostock – Stadt der (Mehr)Generationen. Jeder Beschluss der Bürgerschaft muss dementsprechend überprüft werden. Ferner wird die CDU keinem negativen Haushalt mehr zustimmen. ‚Präventive Verschuldung‘ wie sie von Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen erfunden wurde, hat mit solider Finanzpolitik und damit mit der CDU nichts zu tun. Die Zukunft beginnt heute!“
In seinem Bericht betonte Dr. Jörn-Christoph Jansen, dass die CDU sich auf die Städte konzentrieren muss, um wieder Wahlen zu gewinnen: „Wir sind nicht nur die Partei des ländlichen Raumes. Rostock wird trotz insgesamt negativer demographischer Entwicklung wachsen. Dementsprechend müssen sich alle ausrichten. Wir werden uns in Zukunft Verbündete suchen, die uns bei diesem Kurs unterstützen.“ Deutlich wurde der Kreisvorsitzende in Richtung ausgeschiedener CDU-Mitglieder: „Die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen ist mit 253 aktuellen Mitgliedern negativ. Im vergangenen Herbst lagen wir bei 268. Uns verlassen haben viele Mitglieder, die in der Vergangenheit von der CDU profitiert haben. Wie wenig ihre Verbundenheit tatsächlich bestand, sehen wir jetzt. An diesem Missbrauch der Partei haben alle Mitglieder, die nur ‚die Scherben zusammenfegen dürfen‘, zu leiden.“
Um dem Negativtrend entgegenzuwirken, beschloss der Parteitag, sich der Mitgliederwerbung verstärkt zu widmen. Bei den Wahlen wurden Dr. Jörn-Christoph Jansen, Dr. Helmut Schmidt, Franz Laube, Prof. Dr. Dieter Neßelmann, Patrick Tempel und Toralf Nöske zu Landesdelegierten gewählt. Landesvertreter wurden Dr. Jörn-Christoph Jansen, Franz Laube, Alexander Rau, Prof. Dr. Dieter Neßelmann, Dr. Helmut Schmidt, und Karina Jens.